die herrmann

06.02.2018

MEIN SCHWARZ IM WEISS
za moju domiznu

Meine Feder taucht tief in die Tinte. Ihr Strich landet zielsicher auf meinen Wurzeln und zeichnet sie nach. Sie legt sie frei; kitzelt sie am Fuße. Solange bis meine Krone niesen muss und ein aufgeregtes Schütteln, mein Blattwerk in rauschende Bewegung setzt, dass jede Wahrheit relativ wird. Wahrheiten im Verlauf von Hochmut zu Demut und ich höre dem Rauschen zu, bis nur noch Mut stehen bleibt:

MEIN SCHWARZ IM WEISS heißt das, was brühwarm zugange ist.

14.01.2018

Zucker mit viel Saft

Was in mir ebenso behutsam als kräftig voran schreitet, will sich nicht irre machen lassen und sagt: Gut Ding will Weile haben. Und Übung. Also streiche ich ein paar Dinge von meiner drängelnden ToDo-Liste und love mich locker.

Von der ToDo-Liste 2017 auf die WasSolls-Liste 2018:

--> suchen und wollen
--> booken
--> spielen, spielen, spielen
--> Geld in Kasse machen
--> bei Versicherung melden

Und jetzt:
Den Zucker mit so viel Saft verrühren, dass ein dicker Zuckerguss entsteht. Den Guss in zwei Hälften teilen, eine Hälfte mit dem Teepulver grün färben. Jede Sorte Guss in einen Spritzbeutel füllen und die Sterne damit grün und weiß verzieren.

27.11.2017

Auf den Fersen

Je jich wjele, kiž ći rjeknu kak zwrěsćiš,
tola mało jich je, kiž ći praja kak dobudźeš.

Neues Album — ich bin dir auf den Fersen! Hier werf ich dir etwas Sommer in deinen November.

29.06.2017

Ein dickes Danke und wie es weitergeht

Zwei aufregende Jahre liegen hinter mir — die aufwendigen Aufnahmen zu meinem Album »Leicht wie ein Bär« und eine anschließende Tour mit meiner Band.

Eine Phase der Neuerung meiner Bandbesetzung ruft mich zur Besonnenheit. In Dankbarkeit trennte ich mich Ende 2016 von meinem Gitarristen Christian Noack. Mein Multiinstrumentalist Juan Garcia tritt seine frisch erhaltene Stelle — eine Professur an der HfM Weimar — an und wird seine Aktivität in meiner Band vorerst raffen müssen. Keine Zeiten des „Wellenmachens“ oder der Trotzhaltung. Aber eine Zeit voll stiller Entwicklung mit Raum zum Probieren. Und wie ich feststelle, hat das eine sehr erfüllende und produktive Wirkung auf mich. 

Die Arbeit am Album hat mich viel gekostet und ich zahle noch immer ab — sinnbildlich wie buchstäblich. Ich bin stolz auf diese Leistung und glücklich über die Hilfe und Zuwendung, die mir seitens Vieler zuteil wurde. Denn ein Album auf eigene Faust zu produzieren, kostet nicht nur wahnsinnig viel Geld. Neben wohlgesonnenen Unterstützern, steckte ich auch Zweifel und Steinwürfe ein. Ich konnte nicht immer etwas positives daraus ziehen. Ich möchte mich wehren, gegen das allgemeine Verständnis von Erfolg, welcher proportional an Bekanntheitsgrad, Verkaufszahlen, Facebook-Likes oder Einkommen gemessen wird. 

Mein Resümee: es gibt sie — schmissige Konzerte und Veranstalter, sowie Zuhörer, welche Kleinkunst und Vielfältigkeit wertschätzen und sich dafür einsetzen. Deshalb freue ich mich auf‘s Weitermachen. Ich stehe im Saft und bin noch immer voller Lust — auf Denken, Fühlen und Leben. Eine Handvoll kleiner, feiner Solo-Sommer-Konzerte, ein stiller Geist voller Mut und Muße und eine stete Entwicklung meines künstlerischen Profils bleiben mir richtungsweisend.

Ein guter Moment um Danke zu sagen: 

Danke allen Unterstützern, zur Realisierung meines Debütalbums. Danke allen konstruktiven und wertschätzenden Kritikern. Danke allen guten Geistern für Zurückhaltung und Einmischung zur rechten Zeit. Und eine Bitte: Bleibt mir erhalten! Denn ich plane ein neues Album. Ich werde noch tiefer in die Nische kriechen (meine sorbische) und verrate schonmal folgendes: Łužica, Łužica, ta dyrbi serbska być!

Ein Sommer voll findiger Mundmische liegt vor mir. 

Frische Grüße, die herrmann

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